Peinlich: AfD erfindet Aussagen über linksjugend

770px-linksjugend_solidsvgIn ihrer heiligen wie verzweifelten Mission gegen vermeintliche „linksextreme Gewalttäter“ ist der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag nun ein bemerkenswert peinlicher geistiger Totalausfall gelungen. In einer Pressemitteilung versuchte sich die Fraktion darin, die linksjugend Sachsen als Organisation von – wörtlich – „linksextremer Gewalttäter“ darzustellen und der SPD im Freistaat ein – Zitat – „tolerante[s] Verhältnis […] zu linken Gewalttätern“ zu unterstellen. So behauptet sie: „Laut Verfassungsschutzbericht 2015 geht die Linksjugend u.a. davon aus, dass der kapitalistische Staat Faschismus hervorbringe und deshalb gegen den Staat und vor allem gegen die Angehörigen der Sicherheitsbehörden vorgegangen werden müsse.“ Es sei unverantwortlich, so die Fraktion weiter, „einen derartigen Aufruf zur Gewalt gegen den Staat und seine Beamten finanziell auch noch zu fördern.“ Weiterlesen

Kein „linkes Geplärre“, sondern zukunftsorientierte Vorschläge!

In der Freien Presse vom 12. Oktober wurde eine Lesermeinung veröffentlicht, in welcher der Linksjugend [’solid] Vogtland „linkes Geplärre“ und ein verschlossener Blick für die betroffene Gruppe vorgeworfen wurde. Zu diesem Leserkommentar und den Vorschlägen, erneut einen privaten Sicherheitsdienst einrichten zu wollen, erklärt Lars Legath für die Linksjugend Vogtland:

„Uns als Linksjugend ist es natürlich nicht entgangen, dass viele derer die sich in der Stadt „daneben benehmen“ Menschen sind, die nicht mehr in den Arbeitsbereich der Jugendarbeit fallen. Aus diesem Grund fordern wir unter anderem auch eine Aufstockung der Suchtberatung. Diesen Menschen muss geholfen werden und sie dürfen nicht weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Keiner von uns sollte voreilig über diese Menschen urteilen, ohne den wirklichen Grund ihres Verhaltens zu kennen. Weiterlesen

Statt Verboten – Ursachen bekämpfen

zu den Forderungen der CDU nach Alkoholverbot und Videoüberwachung in Plauen

Als Reaktion auf verschiedene Situationen rund um den Plauener Tunnel, fordert die CDU nun ein Alkoholverbot und Videoüberwachung in der Innenstadt. Immer wieder flammen solche Debatten auf. Zu diesen Plänen erklärt Lars Legath für die Linksjugend [’solid] Vogtland:

„Wir finden es gestern, wie heute, völlig unverständlich und realitätsfremd, solche Forderungen, nach einem Alkoholverbot und Videoüberwachung am Tunnel, zu stellen. Doch vielleicht zeugt diese Forderung der Plauener CDU eher davon, dass man kein Interesse an einer Lösung der Ursachen hat, sondern viel eher mit Stammtischparolen Stimmung machen möchte. Reiner Populismus – mehr nicht. Was würde denn ein Alkoholverbot z.B. am Postplatz bringen? Weiterlesen

Absurde Haltung des Runden Tisch zum 1.Mai

Am 1. Mai werden in Plauen vermutlich bis zu 1.000 militante Neonazis in Plauen aufmarschieren. Plauen und das Vogtland wird dabei immer mehr zu einem beliebten Standort der neonazistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“, die diesen Aufmarsch prägt. Der „Runde Tisch“ scheint am 1. Mai dabei eine Strategie des Wegschauens zu fahren.

„Völlig absurd ist auch, dass Frau Weyer vom Runden Tisch gegenüber der Freien Presse sich vor allem erst einmal von „Linksautononmen“ distanziert“ meint Josephine Tischner, Sprecherin der linksjugend [’solid] vogtland.

„Das Problem am 1.Mai in Plauen sind Neonazis, die ihre nationalistische und antisemtische Propaganda auf die Straße tragen wollen und nicht jene, die den Protest dagegen organisieren.“ so Tischner weiter.

Wir, die linksjugend [’solid] vogtland, wollen unseren Protest gegen Nazis und für einen emanzipatorischen Antikapitalismus am 1.Mai in Plauen gemeinsam mit anderen

Antifaschist*innen zum Ausdruck bringen. Dies wollen wir unter anderem auf der „time to act“-Demonstration tun. Los geht’s 9 Uhr am Oberen Bahnhof. Wir sind solidarisch mit allen die sich mit zivilem Ungehorsam dem Naziaufmarsch entgegenstellen wollen.

 

Feministische Aktionswoche Plauen

Gemeinsam mit den Jusos Vogtland und den Antifaschistischen Gruppen des Vogtlands haben wir in diesem Jahr eine feministische Aktionswoche auf die Beine gestellt, die vom 7. – 12. März in Plauen stattfinden wird.

Alle Infos dazu findet ihr auf www.femakpl.blogsport.eu !freepussyriot-940x607

Das ist unser Aufruf:

Warum wir (nicht nur) am Frauentag kämpfen

Der 8.März ist im gesellschaftlichen Mainstream nur ein weiterer Valentinstag, an dem man Frauen* Blumen schenkt. Blumen, als das wohl billigste Symbol für Wertschätzung überhaupt. Ein inhaltsleeres Ritual an dem sich sogar die Gewerkschaften beteiligen. Wahrscheinlich um diese zu beschwichtigen, zu behaupten der Kampf wäre ausgekämpft, die Gleichberechtigung erreicht.

Wir sagen: einen Scheiß! Wir brauchen keine Blumen – für uns ist der „Internationale Frauentag“ ein Frauen*Kampftag, wir kennen seine Geschichte und wir sehen eine Gegenwart in der noch vieles zu erkämpfen ist, es vieles zu bekämpfen gilt.

Wir halten den Feminismus für unabdingbar und wissen um die Notwendigkeit seiner Verquickung mit anderen Kämpfen gegen herrschende Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse.

Im Kapitalismus werden Frauen* in mehrfacher Hinsicht ausgebeutet und unterdrückt.

Die schlecht oder gar nicht bezahlte Erziehungs- und Pflegearbeit zu Hause und in der Gesellschaft wird hauptsächlich von Frauen* geleistet. Sie verdienen immer noch, bei gleicher Leistung weniger und arbeiten zusätzlich mehrheitlich in schlechter bezahlten Berufen. 70% der Arbeit im Niedriglohnsektor wird von Frauen* geleistet. Die Situation von Frauen* mit Migrationshintergrund ist durchschnittlich noch prekärer.

Stereotype und Vorurteile bestimmen immer noch Erziehung und Bildung. Sexistische Werbung und gender typisierte Produkte konstruieren und manifestieren beschissen Körpernormen und Rollenklischees. Immer noch werden, wieder besseres Wissens, sozial konstituierte Unterschiede biologisch begründet.

Menschen, die sich außerhalb, zwischen oder nicht in der ihnen zugewiesenen Kategorie (Mann oder Frau) verorten werden diskriminiert, angefeindet und sind überdurchschnittlich oft Opfer von (sexualisierter) Gewalt, Trans*Frauen sind nach Sexarbeiter_Innen die am häufigsten betroffene Gruppe.

Immer wieder wird Frauen* ihr Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper abgesprochen – sexualisierte Gewalt, Übergriffe und Vergewaltigungen sind trauriger Alltag und selbst Abtreibungen sind nach wie vor nur, geknüpft an Zwangsberatungen, straffrei gestellt.

Als wäre das alles nicht schon beschissen genug versuchen AfD und Konsorten gerade ein antifeministisches, konservatives Rollback zu inszenieren – erkämpfte Rechte und emanzipatorische Fortschritte in Frage zu stellen.

Die Internationale Situation ist im allgemeinen noch beschissener. Es besteht also Handlungsbedarf.

Deshalb finden am und um den 8. März in vielen Städten Frauen*kampftag Demos statt u.a am 12. März eine in Leipzig deren Inhalten wir natürlich unterstützen. Trotzdem hielten wir es für sinnvoll uns nicht einfach ins gemachte Nest zu setzen, will heißen einfach nach L.E. zu mobilisieren, sondern feministische Inhalte in der Provinz hörbar zu machen und haben deshalb eine kleine aber feine Aktionswoche auf die Beine gestellt:

  • Montag, 7. März – Vortrag und Diskussion zur Frauenbewegung in Rojava, ab 18 Uhr – Siegener Str. 26
  • Mittwoch, 9. März – Vokü und Diskussion über eine feministische Antwort auf die Vorfälle in Köln, ab 18 Uhr – Siegener Str. 26
  • Samstag, 12. März – Workshop zu Lookism und Fatshaming, Vokü und anschließende Party – Galerie Forum K

Zu der Demo nach Leipzig  mobilisieren wir trotzdem und haben unsere Veranstaltungen so gelegt, dass man auch an der Demo teilnehmen kann.

* = Mit dem Stern (*) bei Frau* schließen wir explizit alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten ein.

Probleme sind schon vor Jahren entstanden! – Stellungnahme zu „Wir sind Deutschland“.

Die Protestwelle von „Wir sind Deutschland“ (WsD) scheint sich zu verfestigen und zu radikalisieren. Noch immer versuchen die Initiatoren sich nicht als Abklatsch von PEGIDA darzustellen und wollen sich als die Mitte der Gesellschaft zeigen. Ja durch aus ist größtenteils die Mitte der Gesellschaft dort vertreten. Dies ist allerdings kein Grund zu sagen, diese Veranstaltung wäre harmlos und unbedenklich.

Auch in der Mitte der Gesellschaft sind menschenverachtende Einstellungen, wie Rassismus, Antisemitismus und Homophobie vertreten. Woche für Woche treten neue RednerInnen auf, die teilweise auch aus bekannten rechten Gruppierungen stammen. Sie verbreiten menschenverachtendes Gedankengut jeglicher Art. Das passiert sowohl offen, als auch unterschwellig. Viele von ihnen sind wütend und unzufrieden über ihre persönliche Situation oder über andere Missstände. Dies begründet jedoch keinen Hass gegenüber Minderheiten oder Andersdenkenden. Über Probleme, wie Armut und prekäre Verhältnisse wird gesprochen. Oftmals werden die Benachteiligten der Gesellschaft gegen die, die noch weniger haben, ausgespielt. Man macht es sich bei dieser Veranstaltung sehr einfach und schimpft gegen „die da oben“ ohne seröse Lösungsvorschläge vorzuzeigen.plauen-altmarkt

Wir, die Linksjugend [’solid] Vogtland, wollen ganz klar vor Panikmache und Vorurteilen warnen. Des weiteren verurteilen wir, dass Verschwörungstheoretikern und Antisemiten, wie Ken Jebsen, in Plauen eine Plattform bekommen.Ken Jebsen ist Gründer des YouTube-Kanals „KenFM“. Mehrfach hat er öffentlich den Holocaust relativiert und massiv Hetze gegenüber Israel betrieben.

Nationalismus, so wie er von WsD ausgeübt wird, ist absolut keine Lösung, sondern ein Teil des Problems. Deshalb wollen wir im Gegensatz zu WsD keine Grenzen in und um Europa. Wir fordern legale und sichere Fluchtwege und ein bedingungsloses Bleiberecht für alle Geflüchteten. Keine Person, die aus Not nach Deutschland flieht, kann etwas für Probleme, die schon vor Jahren bestanden. Für uns ist der Kapitalismus als System das Problem und nicht die Personen welche flüchten. „Wir sind Deutschland“ beteiligt sich an der Panikmache im Bezug auf die derzeitige Migrationsbewegung. Deshalb verurteilen wir diese Protestbewegung.

Aufruf zur Kundgebung : „Bleiberecht für alle! – wider jede rassistische Hetze gegen Geflüchtete“

Am Freitag, den 18.09.2015, hat die neue rassistische Gruppierung „Plauen wehrt sich“ ab 18:30 eine Kundgebung auf dem Postplatz (Tunnel) in Plauen angemeldet. Unter dem Titel „Plauen wehrt sich – Schluß mit Asylmißbrauch und Überfremdung“ soll wieder einmal gegen Geflüchtete gehetzt werden. Als Redner werden David Köckert (NPD-Stadtrat Greiz), Arne Schimmer (NPD-Kreisrat Vogtland) und Jens Baur (NPD-Stadtrat Dresden) auf ihrer Facebook-Seite angekündigt. Damit haben sie sich nun frühzeitig als NPD geoutet, auch wenn sie das gerne anders behaupten. Wir, das „Aktionsbündnis Vogtland gegen Rechts“ , werden das nicht unkommentiert geschehen lassen und rufen deshalb zu einer Gegenkundgebung am 18.09.2015 ab 17:00 auf – am Wendedenkmal in Plauen.

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Schon seit einiger Zeit herrscht in Sachsen und dem Vogtland ein immer weiter ansteigendes rassistisches Klima in der Gesellschaft. Geflüchtete aus Kriegsgebieten und Ländern mit wirtschaftlicher Not anderen Ländern der sogenannten „dritten Welt“, die Zuflucht bei uns suchen werden von immer mehr Personen beschimpft, diskriminiert und öffentlich geächtet. Auch vor Gewalt sind sich Flüchtlinge (schon lange) nicht mehr sicher. Leider bleibt es nicht nur bei verbalen Angriffen, sondern immer öfters kommt es zu körperlichen Übergriffen. Erst in der letzten Woche wurden Menschen mit Migrationshintergrund wieder Opfer schwerer Körperverletzungen . Wir sind schockiert darüber und verurteilen die Übergriffe. Die Täter_innen und ihr Umfeld gehören von der Zivilgesellschaft verurteilt. Diese Vorfälle kommen aber nicht zufällig von irgendwo, sondern sind für uns die Folge von Rassismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. Diese Phänomene stecken nicht nur tief in der menschenverachtenden Ideologie von rechtsradikalen Gruppierungen, wie dem „III. Weg“ oder der „NPD“, sondern finden sich auch in der Mitte der Gesellschaft wieder oder werden von dieser akzeptiert. Genau da liegt das Problem!

Allen Flüchtlingen sollte ein Bleiberecht bekommen, dass sie sich ein neues Leben in Sicherheit aufbauen können. Geflüchtete sollten dürfen nicht kriminalisiert und schikaniert werden. Und vor allem sollten sie ein Leben in Sicherheit führen können und nicht in einem Klima von Rassismus und Gewalt, wie es derzeit in Sachsen herrscht. Lasst uns deshalb am 18.09.2015 der NPD und anderen Rassist_innen klar machen, dass wir keinen Bock haben auf ihre rassistische Hetze!

Das Problem heißt Rassismus! Kein Mensch ist illegal! Refugees Welcome!

Es gibt kein ruhiges Hinterland – auch nicht für die AfD!

Am Mittwoch, den 24.06.2015, eröffnete die Alternative für Deutschland (AfD) ihre Kreisgeschäftsstelle in der Marienstraße in Plauen. Spontan versammelten sich mehr als 40 Aktivist*innen vor dem Gebäude am Hans-Löwel-Platz zu einer Protestkundgebung gegen den neuen rechten Anlaufpunkt in Plauen. Mit lauten Sprechchören machten wir auf uns aufmerksam, so dass sich die Rechtspoppulist*innen immer wieder gestört afdprotestfühlten und an den Fenstern glotzten. Interessant war, dass unter den ca. 60 Gästen nicht nur AfDler dabei waren, sondern auch Parteimitlgieder der DSU (darunter auch Ulrich Luppart) und sogar Dieter Blechschmidt von der CDU (Stadtrat in Plauen, Ortsvorsteher von Straßberg und bekannt geworden durch seine radikal homophoben Aussagen in der Öffentlichkeit). Und wie es kommen musste schaute auch Gunnar Gemeinhardt vorbei (Gemeinhardt war parteiloser Landratskandidat und machte schon vor einiger Zeit mit rassitischen Äußerungen gegenüber Geflüchteten und Asylsuchenden auf sich aufmerksam). Es war an diesem Mittwoch Nachmittag gefühlt eine Zusammenrottung der rechten Prominenz in der Marienstraße. Umso wichtiger war es, dass wir präsent waren und den rechten keine Ruhe gelassen haben.

Es bleibt dabei: Keine Ruhe den Rassist*innen von der AfD!

Neue Termine für unsere Treffen

Ab sofort treffen wir uns alle 2 Wochen immer Montags um 18:00 in der Geschäftsstelle der Partei Die LINKE. Vogtland in Plauen. Selbstverständlich seid ihr, wenn ihr euch für unsere Sache interessiert, gerne dazu eingeladen an unseren Treffen teilzunehmen. Unser nächstes Treffen findet am 11. Mai statt.